Verifizierung im Online-Casino: welche Dokumente für KYC nötig sind
Spätestens vor der ersten Auszahlung will fast jedes Online-Casino wissen, wer du bist. Dieser Schritt heißt KYC, kurz für „Know Your Customer“. Wer weiß, was verlangt wird, wartet am Ende weniger lange auf sein Geld.
Was hinter KYC steckt
Casinos sind verpflichtet, die Identität ihrer Kunden zu prüfen. Es geht um Geldwäsche, Betrug, Minderjährigenschutz und doppelte Konten. In der Praxis heißt das: Name, Geburtsdatum und Adresse aus dem Konto müssen zu deinen Dokumenten passen, und die Zahlungsmethode muss dir gehören.
Wann die Prüfung startet, regeln die AGB. Bei GG.Bet ist eine Identitätsprüfung spätestens fällig, wenn die Einzahlungen in 180 Tagen zusammen 2.000 € erreichen, ab 10.000 € in 30 Tagen folgt eine erweiterte Prüfung. Spinia verlangt die Verifizierung, sobald die Auszahlungen insgesamt 2.000 € erreichen. Viele andere Casinos fragen einfach vor der ersten Auszahlung.
Diese Dokumente werden verlangt
Die Listen in den AGB ähneln sich stark. Üblich sind:
- ein gültiger Ausweis: Reisepass, Personalausweis oder Führerschein
- ein Adressnachweis wie Strom- oder Telefonrechnung oder Kontoauszug, meist nicht älter als drei Monate
- ein Nachweis zur Zahlungsmethode, etwa ein Foto der Karte mit sichtbarem Namen oder ein Screenshot der E-Wallet
- in manchen Fällen ein Selfie mit Ausweis oder ein Videoanruf
- bei höheren Beträgen Belege zur Herkunft der Mittel, etwa Gehaltsnachweise
Die Details unterscheiden sich. 20Bet nimmt laut AGB nur Fotos an, keine PDFs oder Scans, und der Adressnachweis darf höchstens 90 Tage alt sein. Bei Lucky Block darf das Dokument zur Adresse höchstens 120 Tage alt sein. GG.Bet kann ein Selfie verlangen, auf dem du deine Dokumente zusammen mit einem handgeschriebenen Zettel mit E-Mail-Adresse, Datum und Code hältst. Playamo begrenzt Uploads auf 2 MB in den Formaten bmp, jpeg, jpg und png.
Fristen und Folgen laut AGB
Wer die Unterlagen nicht rechtzeitig schickt, riskiert mehr als eine Verzögerung. Einige Beispiele aus den AGB, die wir im Oktober 2026 gelesen haben:
- Dazard: Ist der Kunde für die Prüfung zwei Wochen lang nicht erreichbar, kann das Konto gesperrt werden. Ohne vollständige Verifizierung innerhalb von 40 Tagen können Gewinne verfallen.
- National Casino: Die Verifizierung muss innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen sein, sonst wird das Konto geschlossen und Gewinne werden einbehalten.
- Playamo: zwei Wochen Zeit nach der Anfrage, die Prüfung selbst kann bis zu 30 Werktage dauern.
- GG.Bet, Verde Casino, Boomerang und Rabona: Dokumente innerhalb von 30 Tagen nach Aufforderung.
- Spinia: Spieler aus Deutschland müssen ihr Konto innerhalb von 30 Tagen nach der Registrierung beziehungsweise bis zu einer Einzahlung von 150 € verifizieren.
Auch die Bearbeitungszeit steht nicht immer eindeutig fest. Bei Boomerang spricht die FAQ von meist 24 bis 48 Stunden, die AGB nennen bis zu 10 Tage.
So läuft die Verifizierung glatter
Die meisten Probleme entstehen durch Kleinigkeiten, die sich vorher vermeiden lassen.
- Lade die Dokumente früh hoch, am besten direkt nach der Registrierung und nicht erst mit dem ersten Auszahlungsantrag.
- Achte darauf, dass auf Konto, Ausweis und Zahlungsmethode exakt derselbe Name steht. Eine Karte oder E-Wallet einer anderen Person führt fast immer zu Rückfragen.
- Nutze gut lesbare Fotos, auf denen alle vier Ecken des Dokuments zu sehen sind.
- Prüfe das Datum des Adressnachweises, bevor du ihn hochlädst.
- Verwende kein VPN, um eine Ländersperre zu umgehen. Spinia droht in diesem Fall mit Kontosperre und Einbehalt des Guthabens, Dazard und GG.Bet verbieten das Verschleiern der IP-Adresse ebenfalls.
- Gib bei der Registrierung deine echte Adresse an. Eine abweichende Adresse fällt spätestens beim Adressnachweis auf.
Was mit deinen Daten passiert
Ausweiskopien sind sensible Daten. Lies vor dem Upload die Datenschutzerklärung und achte darauf, wer das Casino betreibt. Nine Casino schreibt etwa in seinen Texten, Daten fünf Jahre nach dem Ende der Nutzung aufzubewahren. Nennt ein Casino weder Betreiber noch Firmensitz, weißt du auch nicht, wer deine Dokumente speichert. Diesen Punkt solltest du ernst nehmen, bevor du einen Ausweis hochlädst.